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Anonym in Geschäftsideen investieren – Interview mit fianc.me

In Unternehmen bzw. Startups investieren ist heute gar nicht mehr so schwer.
Inzwischen gibt es viele Möglichkeiten und Plattformen um in Geschäftsideen zu investieren.

Mit dem heutigen Interview möchte ich euch eine neue Plattform vorstellen mit einem interessantem Konzept.

Viel Spaß beim Lesen des Interviews!

Guten Tag Herr Schlaht, bitte stellen Sie sich meinen Lesern vor.

Hallo zusammen, mein Name ist Artur Schlaht und ich bin der Geschäftsführer von fianc.me. Ich habe schon mit 18 mein erstes Unternehmen gegründet und mich nun erneut an die Selbstständigkeit gewagt.

 

Worum handelt es sich bei fianc.me?

fianc.de ist eine Internetplattform, die Investoren und finanzierungsbedürftige Unternehmen basierend auf ihren Wünschen und Vorstellungen zusammenbringt.

Investoren füllen hierfür zuerst einen Fragebogen über ihren Investitionsfokus aus. Die finanzierungsbedürftigen Unternehmen machen umgekehrt Angaben zu dem Unternehmen oder der Geschäftsidee und der Höhe des Kapitalbedarfs. Daraufhin erstellt das System anonyme und auf die einzelnen Präferenzen hin abgestimmte Vorschläge. Sagen diese zu, wird im nächsten Schritt eine Verhandlungsanfrage versendet, die an eine Vertraulichkeitsvereinbarung geknüpft ist. Erst dann werden die Kontaktdaten der potenziellen Geschäftspartner getauscht.

Wir  lösen ein Problem, das viele Start-ups aus der Tech-Szene haben: Der Mangel an Kapital, um richtig zu wachsen. Bei Banken bekommen die Unternehmer so gut wie nie einen Kredit; und bei privaten Investoren, bei denen zwar Geld vorhanden wäre, –  herrscht aber Unsicherheit zu der Frage, in welche Unternehmen investiert werden sollte.

 

Wie sind Sie auf diese Idee gekommen?fianc.de

Inspiriert wurde ich hauptsächlich durch mein Studium an der Universität Würzburg. Ich habe viele Seminare zu Finanzierung und zu Unternehmensgründungen besucht. Auch privat habe ich viel im Internet gesurft und Webseiten durchforscht. Dadurch bin ich auf die bestehende Marktlücke aufmerksam geworden. Im Jahr 1999/2000 war ich an der Börse tätig und habe die Finanzblase mitbekommen. Das ist einer der Hauptgründe warum ich dieses Unternehmen verwirklichen wollte. Durch die Teilnahme am Businessplan-Wettbewerb Nordbayern 2011 wurde das Ganze dann realisiert.

 

Seit wann gibt es ihr Unternehmen?

Die Idee dazu kam erstmals im Jahr 2010 auf. Gegründet haben wir fianc.me dann im Oktober 2011 und daraufhin im Rahmen des Businessplanwettbewerbs weiterentwickelt.

 

Wer steckt hinter fianc.me?

fianc wurde von einem zweiköpfigem Team gegründet: Matthias Neugebauer und mir. Unterstützt werden wir durch ein Netzwerk an akademischen Förderern. Unter anderem durch den Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik in der Universität Würzburg oder das Netzwerk Nordbayern, das auch den Businessplanwettbewerb Nordbayern organisiert, bei dem wir ausgezeichnet wurden.

Der Großteil der Finanzierung wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und das Exist-Gründerstipendium getragen.
Vor kurzem haben wir noch eine Anschlussfinanzierung durch das Flügge-Förderprogramm erhalten (Bayerisches Förderprogramm zum leichteren Übergang in eine Gründerexistenz).

 

An wen richtet sich Ihr Angebot?

An alle finanzierungsbedürftigen Start-Ups oder mittelständische Unternehmen, die mit sensiblen Finanzierungsgesuchen nicht an die Öffentlichkeit treten wollen. Und an alle Investoren, die das passende Partnerunternehmen für ihr Investitionsvorhaben suchen.

 

Was unterscheidet Sie von anderen ähnlichen Plattformen?

Es gibt schon seit Jahren online Private-Equity-Beteiligungen, sei es Crowdfunding oder Venture Capital, jedoch ohne den von uns garantierten Vorteil: Diskretion.  Dieses Bedürfnis nach Anonymität ist der wesentliche Grund für das Scheitern bisheriger Onlinelösungen. Unternehmen meiden Internetplattformen, da sie es vermeiden wollen, mit sensiblem Finanzierungsbedarf bei der Konkurrenz publik zu werden. Wir lösen dieses Problem, indem wir mit einem bislang einzigartigen Algorithmus Unternehmer und Investoren schrittweise zusammenbringen. Indem wir die Kontaktdaten der potenziellen Geschäftspartner erst am Ende tauschen, werden sensible Unternehmensdaten zwar letztendlich bereitgestellt, aber nicht im Markt gestreut.

 

Wie vermarkten Sie ihre Geschäftsidee?

Unsere Public Relations Mitarbeiterin sorgt dafür, dass wir an Bekanntheit zunehmen. Wir wollen den Markt auf uns aufmerksam machen und von unserem Diskretionsvorteil überzeugen. Der Kontakt mit den Journalisten sorgt für die Popularität, die unsere Plattform dringend benötigt.

 

Vielen Dank

Herr Schlaht für das Interview und die Vorstellung Ihres Unternehmens!

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